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Integration Point (IP) Olpe

Beschreibung

1. Zielsetzung

Der Integration Point (IP) verfolgt das Ziel, den geflüchteten Menschen in der hiesigen Region Orientierung in den gesplitteten Zuständigkeiten des Sozialsystems zu geben und umgehend eine schnelle Aktivierung sowie zielführende Integrationsunterstützung einzuleiten. Hierzu soll durch den IP eine umfassende Kompetenz- und Förderbedarfsfeststellung erfolgen und die erforderlichen Unterstützungsleistungen eingeleitet werden, bevor eine Übergabe in die Regelorganisation erfolgt.

Erfahrungsgemäß weisen geflüchtete Menschen im sogenannten Neukundenprozess typische Unterstützungsbedarfe auf, die einer unmittelbaren Ausbildungs- und Arbeitsaufnahme zunächst entgegenstehen. Sprachbarrieren müssen überwunden und Kompetenzen an den individuellen Stärken ausgerichtet festgestellt und für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt nutzbar gemacht werden. Auf Erkenntnisse aus anderen Rechtskreisen soll hier möglichst zurückgegriffen werden. Besonderes Augenmerk wird auf die aufsuchende Arbeit mit den unbegleiteten minderjährigen geflüchteten Menschen gelegt.

Die Arbeitgeber der Region haben sich bereit erklärt, geflüchtete Menschen als Auszubildende oder Arbeitnehmer bzw. in Praktikumsverhältnisse einzustellen. Um den Wünschen der Arbeitgeber gerecht zu werden und deren Motivation durch kurzfristige Reaktion auf ein Angebot zu erhalten, wird die Zusammenarbeit des IP zum Arbeitgeber-Service der Agentur - im Kreis Olpe gemeinsamer AG-S - bewerberorientiert gestaltet. Im IP Olpe wird eine Vermittlerin des AG-S unmittelbar dort eingesetzt.

2. Organisation

Im IP arbeiten MA der Agentur und des jeweiligen Jobcenters gemeinsam. Die Personaldimensionierung des IP wird flexibel der tatsächlichen Bedarfslage angepasst. Die Einbindung der Ausländerbehörde (ABH) ist in beiden IP mittels einer Telefon-Hotline gewährleistet und funktioniert reibungslos.

Bei der Personalrekrutierung sind im Hinblick auf die Rahmenbedingungen und die Aufgaben im IP besondere Kompetenzen erforderlich. Aufgrund des neuen Betreuungsansatzes für geflüchtete Menschen wird ein hoher konzeptioneller und organisatorischer Abstimmungs-bedarf von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwartet. Entsprechend bringen wir besonders geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Integration Point ein und drücken diesem Personal mit dem dortigen Einsatz entsprechende Wertschätzung aus. Besonders geeignet sind Beschäftigte mit:
• Sprachkenntnissen
• Beratungskompetenz
• Fachkompetenz
• Interkultureller Kompetenz
• Netzwerkerfahrung
• Regionaler Flexibilität
• Hoher Mobilität
• Besonderer Belastbarkeit
• Hoher Veränderungskompetenz

Um einen zielführenden Fachaustausch vorzunehmen, werden die Personalressourcen an einem Hauptstandort gebündelt. Gleichzeitig wird den Bedürfnissen der geflüchteten Menschen Rechnung getragen, indem aufsuchende Beratungen und Datenerfassung bedarfsorientiert angeboten werden.

Der IP im Kreis Olpe befindet sich in der Agentur-Geschäftsstelle Rochusstraße 3.

Präsenzzeiten des IP:
08.00 Uhr - 12.00 Uhr - täglich von Mo - Fr
Zu diesen Zeiten stehen die MA des IP für alle unmittelbaren und mittelbaren Kontaktanfragen zur Verfügung.

An den Nachmittagen werden Einzelgespräche terminiert bzw. werden mittels Gruppenveranstaltungen gezielt bestimmte Kundengruppen über die Möglichkeiten des IP hinsichtlich der Arbeitsmarktintegration informiert. Hinzu kommen aufsuchende Außendienste in Form von Gruppeninformationsveranstaltungen vor Ort mit anschließenden Einzelkurzberatungen.

Darüber hinaus finden regelmäßig Informationsveranstaltungen für interessiertes Publikum, wie beispielsweise politische Vertreter und ehrenamtliche Helfer, statt.

Das aktuelle Konzept zum IP kann bei Herrn Wendel angefordert werden.

Handlungsfeld: Zuwanderung und Flüchtlinge


Kontaktdaten des Netzwerks

Tel. +49 (2761) 9640 200

Verantwortliche Organisation

Agentur für Arbeit, Geschäftsstelle Olpe

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Standort des Netzwerkes

Olpe

Gestartet

1. Dezember 2015

Geschäftsgrundlage

Formell

Kommunikationsturnus

bedarfsorientiert

Beteiligte Institutionen

Arbeitsagentur, Jobcenter, Kommune

Weitere Beteiligte

Ausländeramt, Jugendamt, Kammern, Wohlfahrtsverbände, kommunale Wohnungslosenhilfe, Ausländerhilfevereine, IQ-Netzwerk, Träger von Sprachkursen in der Region